Farben kombinieren beim Stricken & Häkeln
ALLES ZU FARBENLEHRE, DER RICHTIGEN FARBWAHL UND BUNTEN MUSTERN.
Grau-in-Grau ist dir zu langweilig? Uns auch! Tauche mit uns in die Welt der Farben ein und finde deine nächste liebste Farbkombination.
Im Folgenden erklären wir dir nicht nur die wichtigsten Farblehre-Basics, sondern auch, worauf du bei der Auswahl deines Garns achten solltest und was das Thema Farbdominanz mit dem Stricken von bunten Mustern zu tun hat.
DAS ERWARTET DICH IN DIESEM BLOG
WIR LIEFERN INSPIRATION, DEN STIL LEGST DU FEST
Geschmack ist individuell und natürlich entscheidest du ganz allein über die Wahl deiner Farben, egal, was die Theorie besagt. Erlaubt ist, was dir gefällt! Für alle die Inspiration suchen, heißt es: dranbleiben!
Basics der Farbenlehre: Der Farbkreis
Wer sich dunkel an den Kunstunterricht zurückerinnert, wird beim Wort „Farbenlehre“ bestimmt ein Bild vor Augen haben: den Farbkreis. Er sieht nicht nur schön aus, sondern gibt uns einen Überblick, welche Farben besonders gut harmonieren oder Kontraste bilden. Der wohl bekannteste ist der Farbkreis von Johannes Itten.
Mit ihm wird zwischen drei Farbabstufungen unterschieden:
- den Primärfarben
- den Sekundärfarben
- und den Teritärfarben
Die Primärfarben (Grundfarben) sind rot, blau und gelb. Aus ihnen baut sich das gesamte Farbspektrum auf. Mischt man die Grundfarben miteinander, ergeben sich die Sekundärfarben (Mischfarben). Mischt man diese wiederum untereinander zusammen mit der Grundfarbe, erhält man ein riesiges Spektrum an Nebenfarben und einen Regenbogen an Farbwahlmöglichkeiten.
Das innere Dreieck des Farbkreises besteht aus den Grundfarben. Daran schließen sich die Sekundärfarben an. Auf dem äußeren Kreis liegen die Teritärfarben.
Die gegenüberliegenden Farben im äußeren Farbkreis sind Komplementärfarben.
Farbharmonien: Welche Farben miteinander kombinieren?
Die Auswahl an Farbkombinationen ist schier unendlich. Stell dir vor, wir würden versuchen, sie alle aufzuzählen. Diesen Blogpost würdest du wohl erst in ein paar Jahren zu Ende lesen. Deshalb konzentrieren wir uns auf das Wesentliche: die bewährtesten Kombinationsregeln, anschaulich erklärt und mit Beispielen zur Inspiration. Am Ende entscheidest natürlich du, welche Farben zueinander passen und welchen Stil dein Projekt haben soll. Also aufgepasst, jetzt wird es bunt!
Ton-in-Ton: In Einklang und Harmonie
Besonders harmonierende Farben liegen nebeneinander im Farbkreis. Willst du eher eine neutralere Optik, liegst du mit Ton-in-Ton-Kombinationen aus einer Farbpalette genau richtig. Sie eignen sich auch wunderbar für Farbverlaufsprojekte. Dazu findest du in einem anderen Kapitel dieses Blogs auch noch einmal mehr.
DIE RICHTIGE FARBTEMPERATUR DEINES GARNS
Bei der Wahl deines Garns kannst du zwischen kühleren und wärmeren Farbtönen wählen. Das ist besonders relevant, wenn du das Garn passend zu deinem Farbtyp aussuchen möchtest. Am Frühlings- oder Herbst-Typ sehen warme Farben besonders schmeichelhaft aus. Sommer- und Winter-Typen stehen insbesondere kühlere Farbnuancen.
Komplementärfarben: Aufregend und abwechslungsreich
Du magst es, wenn die Farben richtig leuchten? Dann solltest du Komplementärkontraste ausprobieren. Komplementärfarben sind jene Farben, die sich im Farbkreis gegenüberstehen. Sie bilden Farbkombinationen, die sich in Ihrer Wirkung und Leuchtkraft sogar noch steigern.
Du magst es, wenn die Farben richtig leuchten? Dann solltest du Komplementärkontraste ausprobieren. Komplementärfarben sind jene Farben, die sich im Farbkreis gegenüberstehen. Sie bilden Farbkombinationen, die sich in Ihrer Wirkung und Leuchtkraft sogar noch steigern.
Teilkomplementäre Farben: Gleich und gleich gesellt sich gern.
Wenn du lieber Farben kombinieren möchtest, die lebendig, aber auch ausgewogen wirken, kannst du teilkomplementäre Farben ausprobieren. Dabei wählst du nicht die Komplementärfarbe deiner Hauptfarbe aus, sondern die beiden Farben, die direkt daneben liegen. So erreichst du einen interessanten Kontrast, aber auch Farbharmonien innerhalb deines Strickstücks.
Neben neutralen Farben Akzente setzen
Du willst einen neutraleren Look mit dem Gewissen etwas? Dann sind Akzentfarben dein Mittel der Wahl. Wähle neutrale Farben, wie Weiß, Beige oder Grau und kombiniere dazu eine Akzentfarbe die heraussticht. So wirkt dein Strick- oder Häkelstück nicht überladen, hat aber dennoch interessante Farbmomente.
DIE 3-FARBEN-REGEL FÜR DEINE STRICK- & HÄKELDESIGNS
Faustregeln für die passende Farbkombination
Wenn du dir nicht sicher bist, wie du Farben kombinieren kannst, ist die 3-Farben-Regel eine relativ einfache Methode. Dabei sollten 60 % auf deine Grundfarbe entfallen, 30 % auf eine Sekundärfarbe deiner Wahl und 10 % auf eine Akzentfarbe.
Dabei kannst du dich entweder nach dem Farbkreis orientieren oder deine Farbpalette auf einer neutralen Farbe wie Weiß, Beige, Grau oder Schwarz aufbauen.
Farbkombinationen nach Farbtyp bestimmen
Wähle die Farben nach deinem Farbtyp aus. Wir haben es schon beim Kapitel "Farbtemperatur" angesprochen. Wenn du Farben suchst, die nicht nur zusammenpassen, sondern dir auch optisch schmeicheln, kann es helfen, wenn du deinen Farbtyp bestimmst. Dafür gibt es mittlerweile viele hilfreiche Apps und Videos. Ein paar grundsätzliche Fragen, um deinen Farbtyp zu bestimmen, haben wir dir hier zusammengestellt:
- Schau dir die Innenseite deines Unterarms an: Zeichnen sich deine Adern blau oder grün unter deiner Haut ab?
- Hast du eher helles oder dunkles Haar?
- Hast du braune oder eher helle blaue bis grüne Augen?
- Wie hoch ist die Sättigung deiner Haar- und Augenfarbe?
- Was ist der Unterton deiner Haut?
DER FRÜHLINGSTYP
- grünliche Adern
- hellbraunes bis kupferfarbenes Haar
- hellere Augenfarbe (grün bis hellbraun)
- pfirsichfarbene, leicht gebräunte Haut
DER WINTERTYP
- bläuliche Adern
- sehr dunkles Haar (schwarz, dunkebraun)
- helle Augenfarbe (blau, grau)
- blasse Haut
DER SOMMERTYP
- bläuliche Adern
- helles Haar (Blondtöne)
- helle Augenfarbe (blau, blaugrau)
- rosa Haut
DER HERBSTTYP
- grünliche Adern
- braunes bis mittelbraunes und rötliches Haar
- dunklere Augenfarbe (braun)
- olivfarbene bis goldene, braune Haut
Garnfarben online auswählen
Du hast deine Farbe ausgesucht und bist nun auf der Suche nach der passenden Wolle. Gehst du vor Ort in einem Wollgeschäft einkaufen, ist es ein Leichtes, bei ausreichendem Tageslicht die Farbe des Garns zu begutachten. Im Onlineshop ist es etwas schwerer, aber nicht unmöglich. Hier sind ein paar Tipps von uns, wie dein Online-Garn-Shopping zum positiven Erlebnis wird. Denn sind wir mal ehrlich: Was ist entspannter, als sich das Garn einfach nach Haus liefern zu lassen? Wenig. Eben!
UNSERE LIEBLINGSGARN-TIPPS
- Passe die Helligkeit deines Endgerätes auf 50 bis 70 % an und schalte, wenn aktuell in Verwendung, den Nachtmodus aus.
- Vergleiche die Garnbilder auf unterschiedlichen Endgeräten. Versuche überall ungefähr die gleiche Helligkeit einzustellen.
- Versuche dir die Bilder möglichst bei Tageslicht anzusehen. Schummeriges Abendlicht kann die Farbwirkung optisch verfälschen.
- Vergleiche die Garnfarbe mit fertigen Projektbildern auf Ravelry oder Instagram. Bei Ravelry hast du zudem die Möglichkeit die Farbnummer deines Garns einzugeben und dir Modelle, aus denen es gestrickt wurde, anzeigen zu lassen.
- Lies dir die Kundenbewertungen durch. Manchmal geben sie Aufschluss darüber, ob die Farben wie im Onlineshop aussehen.
Muster mehrfarbig stricken
Jetzt wird's richtig spannend: Denn Farbe entfaltet ihre volle Wirkung erst im Muster. Ob klare Streifen, grafische Blockmuster, traditionelle Fair-Isle-Motive oder sanfte Farbverläufe – beim mehrfarbigen Stricken triffst du nicht nur eine Farbwahl, sondern auch eine Entscheidung über Technik und Wirkung. Wir zeigen dir die schönsten Möglichkeiten, wie du Farben in deinem Strick- oder Häkelprojekt in Szene setzt, und verraten dir dabei auch, worauf es bei der Fadenführung in Hinblick auf Farbdominanzen ankommt.
Der Zeitlose Klassiker: Streifen stricken
Sie sind einfach gemacht und dennoch effektvoll: Streifen-Muster. Dabei sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Ob kunterbunt oder zweifarbig, breit oder schmal, Streifen machen gute Laune und bieten viel Potenzial für Farbexperimente. Versuche doch einmal, etwas breitere Streifen mit dünneren zu kombinieren, oder wende das Prinzip von Teilkomplementärfarben an. Du wirst sehen, Streifen sind alles andere als langweilig und vor allem anfängerfreundlich.
WIE STRICKT MAN SAUBERE ÜBERGÄNGE BEI STREIFEN?
Du kennst das Problem sicherlich. Du bist am Ende deiner Runde angelangt und musst eine neue Farbe ansetzen. Beim Wechsel entsteht dann ein auffälliges Treppchen. Ärgerlich! Doch es gibt einen einfachen Trick. Auf unserem Blog erfährst du, wie es funktioniert.
Blockmuster und grafische Flächen
Abstrakte Kunst gibt es nur auf Leinwand? Von wegen. Für uns sind Strick- und Häkelprojekte selbst die Leinwand und wir tragen unser Kunstwerk direkt am Körper, als Kleidungsstück oder Accessoire. Mit Blockmustern und großen Farbflächen lassen sich ganz ähnliche Effekte erzielen wie bei abstrakten Gemälden: Sie leben von kräftigen Kontrasten und Komplementärfarben, sind ein echtes Statement und dabei erstaunlich einfach zu arbeiten.
Fair-Isle-stricken
Beim Fair-Isle-stricken oder auch Jacquardstricken, werden Muster mit jeweils zwei Farben in einer Reihe erzeugt. Diese Technik findet man häufig bei Norwegerpullovern oder Isländer-Pullovern. Klassische Farbkombinationen sind meistens blau und weiß sowie rot und weiß. Wer mehr Farbe ins Spiel bringen möchte, kann nach jeder Musterreihe einen neuen Farbton ergänzen. Moderne Norwegermuster spielen mit den unterschiedlichsten Farbenkombinationen und sorgen so für Abwechslung.
AUF FARBDOMINANZEN ACHTEN
Deine Fadenhaltung entscheidet darüber, welche Farbe deines Fair-Isle-Musters stärker zur Geltung kommt. Es wirkt nur wie ein kleines Detail, hat aber eine große Wirkung. Deshalb solltest du dich vor Beginn deiner Arbeit auf eine dominante Farbe festlegen.
Der Faden, der näher an deinem Körper liegt, ist die dominante Farbe. Der Faden, der weiter entfernt ist, ist deine Hintergrundfarbe. Dieses Prinzip ist besonders gut bei einer Fadenhaltung auf der linken Hand zu erkennen. Solltest du eine kombinierte Technik nutzen und die Fäden mit der linken und der rechten Hand halten, ist das Garn in deiner linken Hand das dominante.
Verwechselst du dein dominantes Garn mit dem Hintergrundgarn, können deine Muster schnell untergehen oder unsauber wirken.
Melierte Wolle für spannende Farbtupfer
Wer keine Lust auf das Vernähen von Fäden hat, kann mit melierter Wolle arbeiten oder ein Beilaufgarn in einer anderen Farbe mitlaufen lassen. So entsteht ein schöner Farbeffekt, der nicht zu aufdringlich ist, und wenn du zum Beispiel Tweed-Garn verwendest, auch interessante Strukturen.
Setze auf Farbverläufe
Farbverläufe können interessante Strukturen ergeben, ohne dass du lange über die passende Farbkombination nachdenken musst. Bestimme deine Lieblingsfarbe und wähle ausgehend von dieser Garn in den passenden Farbabstufungen aus. Dabei kannst du auf Ton-in-Ton-Kombinationen setzen als auch auf Farbverläufe, die eine ganze Farbpalette abdecken.
UNSER TIPP FÜR ALLE, DIE ES NICHT BUNT GENUG HABEN KÖNNEN
Wer es richtig bunt mag und die Farbakzente gerne dem Zufall überlässt, kann zu mehrfarbigen Farbverlaufsgarn greifen. Je nachdem, ob du in Runden oder Reihen strickst beziehungsweise häkelst, entstehen unterschiedliche Farbeffekte und Muster.
FARBEN SIND NICHT GLEICH FARBEN
Wer sich bewusst bunt und fröhlich kleidet, tut damit nicht nur seinem Look etwas Gutes, sondern auch der eigenen Laune. Wie Farben unser Wohlbefinden beeinflussen, erfährst du in unserem Blogbeitrag zur Psychologie der Farben.
Fünf Farbkombinationen zum Nachstricken
Es gibt unzählige Farbkombinationen und deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Falls du noch Ideen suchst, haben wir dir fünf unterschiedliche Farbpaletten zusammengestellt, die von neutralen und klassischen Farbtönen bis zu auffälligen und eher ungewöhnlichen Statement-Farben reichen. Die passende Wolle findest du natürlich in unserem Shop.
Rosa + Rot
Wir lieben diese Farbkombination einfach. Zugegeben, Rosa und Rot miteinander zu kombinieren, ist nicht neu, dennoch können wir uns kaum daran sattsehen. Die beiden leuchtenden Farben machen direkt gute Laune und sind alles andere als langweilig. Wer eher dunklere Rottöne mag, liegt mit Weinrot und Rosa genau richtig oder paart direkt alle Farben miteinander für mehr Spannung. Wer noch einen ruhigen, neutralen Ton sucht, kann Beige auswählen.
Buttergelb + Hellblau + Königsblau
Wer es frisch und leicht mag, liegt mit dieser Farbkombination genau richtig. Buttergelb und hellblau verleihen deinem Strickprojekt Lässigkeit. Königsblau gibt ihm zusätzliche Tiefe. Weiß oder Grau funktionieren hier als neutrale Grundfarben sehr gut.
Khaki + Rosé + Weinrot
Besonders im Herbst sind Khaki und Weinrot Farben, die es immer wieder in unsere Farbpalette schaffen. Sie strahlen Ruhe und Wärme aus und passen perfekt in die kuschelige Jahreszeit. Mit einem zarten Rose und Beige bringst du einen femininen Touch in dein Outfit, der die Schwere von Khaki und Weinrot im Handumdrehen auflöst. Mit einem satten Dunkelbraun zu Khaki und Weinrot erzeugst du hingegen zusätzlichen Kontrast.
Fuchsia und Limettengelb
Wer mutig ist, setzt auf die Farbe Fuchsia. Der kalte Pinkton strahlt Coolness pur aus und kann in seiner Leuchtkraft mit einem Limetten- bis Senfgelb noch weiter gesteigert werden. Im Dreiergespann bieten sich die Farben Hellblau, Mittelgrau oder Petrol an. Hellblau verleiht der Farbkombination eine sommerliche Ausstrahlung, wohingegen Petrol und Mittelgrau die Farbkombination etwas erden und ihr Tiefe verleihen.
Nachtblau + Weinrot
Eine Farbkombination, die nie aus der Mode kommt, ist dunkles Blau mit einem Burgunderrot. Beide Farben strahlen Ruhe aus und können entweder klassisch mit Weiß und Grau kombiniert werden oder etwas mutiger mit einem Rosé. In den letzten Jahren ist auch die Kombination aus Hellblau und Weinrot immer beliebter geworden. PetiteKnit hat diese Farben für die Olga Blouse und die Frankie Blouse kombiniert.
Unsere Tipps für deine Farbwahl: Damit aus Vorfreude kein Farbfrust wird
KONTRASTE
Kontraste haben mehr Wirkung, als du vielleicht denkst. Hast du zu wenig, wirkt die Arbeit schnell eindimensional. Hast du zu viele, kann sie schnell unruhig erscheinen. Insbesondere bei Fair-Isle- oder Jacquardstrick helfen Kontraste für ein klares Musterbild. Entscheidend ist also die Balance und deine Intention. Wenn du eine ausgewogene Farbpalette bevorzugst, solltest du mit einer Akzentfarbe und eher neutraleren Farben arbeiten. Willst du mehr Ausdruck, kannst du Komplementärkontraste ausprobieren.
FARBTEMPERATUR
Wenn du dir Garnfarben mit einer einheitlichen Farbtemperatur aussuchst, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass diese auch miteinander harmonieren werden. Achte dabei auch auf deinen Farbtyp. Und wenn du besorgt bist, dass kühle Farben abweisend und trist wirken, können wir dich beruhigen. Kühle Farben können eine enorme Leuchtkraft entfalten und sehr ausdruckstark kombiniert werden. Unsere Farbpaletten sind dafür der beste Beweis. Die Kombination aus Eisblau, Limettengelb und Fuchsia, hat eine fröhliche Ausstrahlung und besticht mit ihrer Brillanz und Klarheit.
DAS GARN
Suche dir am besten Farben aus einer Garnfamilie aus. So erreichst du ein klares Maschenbild und eine ähnliche Faserwirkung. Denn die Farben können je nachdem, wie sie gesponnen werden, unterschiedlich zur Geltung kommen. Stumpfe Garne haben die Eigenschaft Farbtöne eher ruhig und matt wirken zu lassen. Merzerisierte, gekämmte und eng gesponnene Garne verleihen den Farben hingegen mehr Brillanz und reflektieren das Licht stärker.
VERTRAUE DEM PROZESS
Klingt banal, aber manchmal ist es das auch. Wenn du sehr bunt strickst, solltest du deine Farbkombinationen nicht zu sehr zerdenken. Denn die volle Wirkung deines Strick- oder Häkelprojektes entfaltet sich erst am Ende seiner Fertigstellung. Wir versprechen dir: Der eine farbige Streifen, der dir die ganze Zeit Kopfschmerzen bereitet hat, sieht dann am Ende doch nicht mehr so dominant aus und fällt allen anderen gar nicht auf. Denn eins steht fest: Wir sind immer unsere größten Kritiker.
BASIC KANN JEDER, MUT ZUR FARBE!
Zeig uns deine schönsten Farbkombinationen
Jetzt bist du dran! Verrate uns deine liebsten Farbkombinationen und zeig der Lieblingsgarn-Community mit dem Hashtag #lieblingsgarn deinen Stil.
Wir hoffen, wir konnten dich inspirieren. Denn das Leben ist viel zu kurz, um nur beige Sweater zu stricken! Verwirkliche dein Traumprojekt in DEINEN Lieblingsfarben, ganz egal, ob diese gerade angesagt sind oder nicht. Wir finden: Im Trend ist das, was dir gefällt. Und das beste Accessiore, das du tragen kannst, ist dein Stolz auf deine handgemachten Projekte.
Häufig gestellte Fragen
Welche Farben passen beim Stricken immer zusammen?
Auf diese drei Kombinationen kannst du dich fast blind verlassen: Ton-in-Ton (mehrere Nuancen aus einer Farbfamilie), Neutral plus Akzent (ein ruhiger Grundton, wie Weiß, Grau oder Beige zusammen mit einer kräftigen Lieblingsfarbe) und Komplementärkontraste (zwei Farben, die sich im Farbkreis gegenüberliegen). Neutrale Töne sind dabei deine sichersten Begleiter, denn sie harmonieren mit so gut wie allem. Wenn du dir unsicher bist, starte mit einer dieser drei Varianten, dann kann eigentlich nichts schiefgehen.
Wie viele Farben sollte ein Strickprojekt haben?
Für die meisten Projekte reichen zwei bis drei Farben völlig aus, eine Hauptfarbe und ein bis zwei Akzente. Damit bleibt das Strickbild ruhig und wirkt durchdacht. Mehr Farben bringen schnell Unruhe hinein und brauchen etwas Übung, damit alles harmonisch zusammenspielt. Die Ausnahme sind fröhliche Resteprojekte wie bunte Schals oder Decken: Hier darfst du gern aus dem Vollen schöpfen und einfach loslegen.
Woher weiß ich, ob zwei Garne harmonieren?
Der beste Test ist ganz einfach: Leg die Knäuel bei Tageslicht nebeneinander und tritt einen Schritt zurück. Wirken die Farben zusammen ruhig und stimmig oder eher unruhig? Ein Blick auf den Farbkreis hilft zusätzlich. Benachbarte Farben wirken harmonisch, gegenüberliegende erzeugen spannende Kontraste. Achte auch auf die Farbtemperatur und mische warme und kalte Töne mit bedacht. Wer ganz sichergehen möchte, strickt eine kleine Maschenprobe. Bestellst du online, lohnt es sich die Garnbilder auf unterschiedlichen Bildschirmen zu vergleichen und die Helligkeit deines digitalen Endgerätes auf 50 bis 70 % einzustellen.
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